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Future of textbooks

Mit meiner Präsentation „Zukunft des Schulbuches“ habe ich an der  Konferenz „Ala ma Kota do e-matury“ in Warschau teilgenommen. Mein Hauptanliegen war zu zeigen, wie Neues Lernen und neue Medien neue Ansprüche an ein Schulbuch stellen und auf welchen Weg man jetzt schon webbasierte Dienste nutzen kann um diese Forderungen durchzusetzen.

Die Textfassung inkl. aller Bilder liegt Ideen Warschau zum Download.

Schuljahr 2011/2012

Das neue Schuljahr ist jetzt schon eine Woche alt. Folgende Punkte möchte ich in diesem Jahr realisieren:

  • Ersetzen von Kursheften und Notenlisten durch den Einsatz von „Teacher-Tool“.
  • Systematischer Einsatz von „Scratch“ im Differenzierungsberiech IT
  • Etablierung der iPads im Mathematikunterricht im Leistungskurs
  • Konzepte/Unterrichtsbeispiel zum „individuellen Lernen“ mit mobilen Geräten

Game based Learning

Dem Begriff  des „Game based Learning“ bin ich zum ersten Mal auf der Online-Reiher der Universität Frankfurt gestoßen. Hier meine „To be read“ Liste

Ich hoffe, dass aus diesen Ansätzen für meinen Unterricht etwas herausfiltern kann um entweder „Lernspiele“ mit Schüler zu spielen oder diese von Schülern entwickeln zu lassen.

Spiele:

Food Force (WFP)

Genius (Cornelsen)

Unterricht

WoW

Warum die KAS keine Lernumgebung benutzt!

Diese Frage wurde vermehrt auf den letzten Veranstaltungen gestellt. Das Angebot an Lernplatformen ist groß. Das lo-net2 wird mittlerweile von Cornelsen betrieben, moodle hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung zugenommen, eduneo ist eine „neue“ Entwicklung. Diese Liste läßt sich beliebig weiterführen.

Als die Kaiserin-Augusta-Schule im Jahr 2009 ihre erste Fortbildung zum Thema „Medienwelten der Schüler“ durchgeführt hat, hat schon damals im den Unterlagen der Satz: Lernplatformen in der heutigen Form haben in 10 Jahren keine Bedeutung. Dieser Satz stammt aus dem jährlich erscheinenen Horizon Report. Der Versuch Schule 1:1 in einer digitalen Form abzubilden, ersetzt alte Strukturen durch identische neune Strukturen. Grenzen zwischen Wissengebieten und Kursen werden nicht aufgehoben. Die Zuordnung erfolgt über die Zuweiseung eines Kurses in einer Kategorie. Google liefert zu dem Begriff „Zukunft der Lernplatformen“ einige sehr interssante Artikel.

http://landeskunde.wordpress.com/2009/01/13/computer-internet-und-schulen-in-20-jahren-oder-rettet-moodle-die-welt/

http://riecken.de/index.php/2009/02/moodle-eine-personliche-zwischenbilanz/

Die Hauptkritikpunkte an Lernplatformen sind:

  • Die Anlage in Klassenräumen und Kurse versucht die schulische Struktur in eine virtuelle Welt zu übertragen. Das Wissen wird nur innerhalb des Kurses vernetzt und nicht über Fächergrenzen und Klassengrenzen hinaus.
  • Die Handhabung der Software, speziell lo-net2, ist zu kompliziert. Bis man in den gewünschten Bereich kommt, braucht man nicht weniger als 4 Klick.
=> Die Kaiserin-Augusta-Schule verwendet deshalb ein Wiki als Dokumentation und Präsentationszwecke. Die Plattform wird von der ZUM kostenfrei zur Verfügung gestellt. Sie ist offen zugänglich und einsehbar. Fächergrenzen verschwimmen und Inhalte werden untereinander vernetzt.

Scratch

In den vergangen Stunden im Informatikunterricht habe ich die Grundlagen von Scratch behandelt. Dieses Programm hat deutlich mehr Möglichkeiten als die Kodu Programmierungebung. Die Schülerinne und Schüler taten sich erst schwer, die Syntax und die Abläufe zu verstehen, aber so langsam entwicklen sie Ideen, die sie auch umsetzen wollen. Die Ideen sind eher einfachen Spielen angelehnt wie z.B Pacman o.ä. Die ersten Ergebnisse lassen sich auf alle Fälle wieder sehen. Auch diese Datein werden die Schüler im Wiki der Kaiserin-Augusta-Schule veröffentlichen. Die Idee der objektorientierten Programmierung läßt sich hier sehr gut verdeutlichen und den Schülern vermitteln, als über Programme, die eine komplizierte Syntax verfügen. Die Schülerinnen und Schüler sind ja gerade mal in der 8. Klasse.

Leider werde ich diesen Kurs im Sommer abgeben, aber ein neuer Kurs ist schon in Sicht. Ich denke, dass ich wieder das Konzept „Spieleentwicklung“ als Schwerpunkt im 2. Halbjahr wählen werden. Das Feedbach der Schüler ist auf jeden Fall sehr positiv.

Spieleentwicklung in der Schule

Die Unterrichtseinheit zur Programmierumgebung „Kodu“ von Microsoft Research Lab ist abgeschlossen. Die Schüler haben alleine ein Spielkonzept entwickelt und es mit Hilfe der Entwicklungsumgebung umgesetzt. Einige Ergebnisse sind sehr gelungen. Die Spielideen sind recht unterschiedlich und reichen von einem Jump ’n’run Style bis zum kleinen Rollenspielen. Die heutige Feedbackrunde hat gezeigt, dass es den Schülern viel Spaß gemacht hat ein solches Spiel zu entwicklen und sich gegenseitig heraus zu fordern. Leider stößt man schnell an die Grenzen der Programmiersprache, wenn man Kodu überhaupt als eine solche verstehen mag.Die Ergebnisse und Erklärungen zu den einzelnen Spielen findet man unter dem KAS-Wiki. Die Highlights sind „All in Motor“, „Catch or loose“ und „Rocket Area“.

Als nächstes werde ich die Umgebung Scratch von dem MIT ausprobieren.

Kommentar zu: Was machen Mathelehrer eigentlich falsch?

Im Heft 22 des „Süddeutsche ZeitungMagazin“ erschien ein Artikel „Was machen Mathelehrer eigentlich falsch“. Darin wurde der Mathematikunterricht eines Gymnasiums näher untersucht und als unmodern und nicht zeitgemäß darsgestellt. Die Autorin empflieht zum frustfreien lernen die Seiten http://www.frustfrei-lernen.de sowie http://www.klassenarbeiten.de und http://www.catlux.de.

Das Bild des dargestellten Mathematikunterrichts mag zwar richtig im Einzelfall geschrieben sein, aber daraus Schlüssel für die Gesamtheit des Mathematikunterrichts in Deutschland zu ziehen, halte ich für falsch. Mein Mathematikunterricht hat mit der dargestellten Version wenig gemeinsam. Eine zentrale Aufgabe des Fach Mathematik ist das Lösen „realer Probleme“ mit mathematischen Werkzeugen, es geht dabei nicht um eine Lösung einer Gleichung um der Gleichungen willen, sondern diese muss in einem Kontext stehen. Dieser Kontext kann wird wird natürlich nicht in jeder Stunde hergestellt. Gerade die „Übung“ im Mathematik und das Trainieren von Fertigkeiten spielt in der Mathematik eine wichtige Rolle.

Ich hoffe, dass in meinem Unterricht keine Schüler sitzen, die Angst davor haben an der Tafel eine Exponentialgleichung zu lösen. Diese Vorgehensweise beendet bei jeden Schüler die Motivation sich mit den Inhalten auseinander zu setzen. Durch Geduld und gute Erklärungen, sowie strukturierte Übersicht erleichtern wir schwachen Schülern den Zugang zur Mathematik und das Bewältigen der komplexerer Aufgaben. Unterrichtsbeispiele, für angewandte Mathematik gibt es reichlich. Erst kürzlich hat das Fraunhofer Institut SCAI einige Themen auf ihrer Homepage veröffentlicht.

Das Schlagwort „individulle Förderung“ findet sich im Lehrplan wieder, durch Ergänzungenstuden, Vertiefungskurs, und Lernzeiten werden den Schülern zahlreiche Angebote unterbreitet, ihre Leistungen im schulen Rahmen (nicht durch Nachhilfe) zu steigern. Viele dieser Angebote zielen auf leistungsschwäsche Schüler, aber auch für die leistungsstarken Schüler (im Artikel als Streber bezeichnet) gibt es zahlreiche Angebote, der Bundeswettbewerb Mathematik, die Mathematikolympiade, Mathematik ohne Granzen, der Känguru-Wettbewerb, Teamwettbewerbe, etc.

Den Inhalt der Mathematik in kleine Portionen zu zerlegen und diesen im Netz abzulegen ist keine neue Idee. Die khan-academy in den USA hat die bereits für den ganzen Lehrplan in vielen Fächern erledigt. Angebote wie mathe-online.at habe ich bereits während des Studiums genutzt. Allerdings machen diese Seiten Sinn, wenn diese mit einer Veränderung von Lernformen und Lernen einhergeht. Lernen wird in Zukunft individueller sein, als wir es bisher kennen. Inhalte und Wissen sind seit Wikipedia kein Monopol der Lehrenden mehr, sondern ist vielen zugänglich. Für die Frage die sich hier anschließt möchte die Herrn Dueck zitieren: „Diese neue “Mittelschicht” wird dem Menschenbild Y (der Mensch will sich entwickeln) viel näher stehen als dem Menschenbild X (der Mensch will nicht wirklich arbeiten und muss angeleitet werden)“. Für welche Welt bereiten wir die Schüler vor?